Sonntagsbäckerei: Baiser Käsekuchen

Ich mag es ja echt nicht zu backen … ich steh auch einfach nicht auf Süßes. Ich bevorzuge eine herzhafte Schinkenstulle über jedes Stück Kuchen. Moment … Jede? Kurz noch einmal nachdenken, ok, ertappt. Ich mag Käsekuchen, an erster Stelle weil er nicht so süß ist haha.

Deswegen, hier endlich mal wieder ein Backrezept, das ich eigentlich für meine Mamma zu ihrem Geburtstag erfunden habe. Sie nämlich liebt Baiser und so kommen zwei geliebte Dinge zusammen und ergeben eins: Käsekuchen unter einer wunderschönen Baiser Haube. Dazu leicht säuerliche Waldbeeren, damit es bloß nicht zu süß wird.

Sonntagsbäckerei: Baiser Käsekuchen

 

Für den Teig

  • 200g Mehl
  • 50g Zucker
  • 125g Butter
  • 1 Eigelb
  • 1EL eiskaltes Wasser und eine Prise Salz
  • Außerdem Trockenerbsen und eine 26cm Springform

 

Für die Füllung

  • 50g Butter, Zimmertemperatur
  • 7 Eier plus 1 Eiweiß
  • 3EL Zucker
  • 500g Magerquark
  • 150g Zucker
  • Jeweils 1EL Vanillezucker, Mehl und Speisestärke

 

Für das Baiser

  • 2 Eiweiß
  • 125g Zucker
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

 

Zunächst wird der Mürbeteig vorbereitet. (Da der 30 Minuten ruhen und kühlen muss lohnt es sich noch nicht den Backofen vorzuheizen.)

Also ein Ei trennen – das Eiweiß für die Baisermasse aufheben und kalt stellen. Dann 200g Mehl, 50g Zucker, 125g Butter und das Eigelb sowie ca. einen Esslöffel eiskaltes Wasser zu einem glatten Mürbeteig verkneten – die Prise Salz nicht vergessen! Eine schöne Kugel formen, in Folie wickeln und  eine gute halbe Stunde kalt stellen.

So, jetzt kann der Backofen vorgeheizt werden. Bei Umluft reichen 175°, Gas: Stufe 3.
Den Teig auf etwas Mehl zu einer runden Platte ausrollen, dabei nicht zu viel mit Händen arbeiten, damit der Teig nicht warm wird. Die Springform mit Butter fetten mit dem Teig auslegen und am Rand gut andrücken (Wer mag kann zur Sicherheit nach dem fetten die Form auch noch mehlieren – Antiklebgarantie!). Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit Backpapier belegen und mit den Trockenerbsen beschweren. Im warmen 15-20 Minuten vorbacken.

Als nächstes 50g Butter schmelzen und abkühlen lassen. 7 Eier trennen. 1 Eiweiß separat trennen und zum kalt gestellten Eiweiß für die Baisermasse geben. Eigelb, Magerquark, 150g Zucker, Vanillezucker, Zitronenabrieb, 1 Esslöffel Mehl und Stärke verrühren. Zum Schluß die flüssige, kühle Butter nach und nach unterrühren.

6 Eiweiß sehr steif schlagen, dabei 3 Esslöffel Zucker einrieseln lassen. Eischnee vorsichtig unter die Quarkmasse heben. Abschmecken und eventuell nachwürzen. (Ich persönlich mag’s zitronig und gebe etwas mehr Zitronenabrieb dazu – wer mag kann auch noch Orangenabrieb z.B. untermengen.)

Den Boden aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 150° Umluft, Gas: Stufe 2 senken. Die Erbsen samt Backpapier herausheben. Die Quarkmasse gleichmäßig auf den Boden streichen. Etwa 30 Minuten backen, bis der Kuchen gold-gelb ist.

In der Zwischenzeit, kurz vor Ende der 30 Minuten Backzeit, die zwei kalt gestellten Eiweiße ebenfalls sehr steif schlagen, dabei 125g Zucker langsam einrieseln lassen – eine Prise Salz unterstützt die Festigkeit der Masse. Den Zitronensaft erst zum Schluss unterrühren.

Die Baisermasse den 30 Minuten Backzeit locker auf den Kuchen streichen, dabei schöne Zipfel ziehen.
Den Kuchen weitere 15 Minuten fertig backen, auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Ich habe den Kuchen noch mit frischen Brom-, Him- und roten Johannisbeeren dekoriert – zum Nachahmen empfiehlt es sich einen kleinen Rand ohne Baisermasse frei zu lassen, dann lassen sich die Beeren hübscher arrangieren … und so heißt es mal wieder: