HauptspeiseHummer richtig zubereiten

Hummer richtig zubereiten

Hummer ist eine der exklusivsten Meeresfürchte, die man selber zubereiten kann – doch nicht nur der Preis, sondern auch der Respekt vor der edlen Zutat lässt viele vor der Zubereitung zurück schrecken. Es kostet mich selber jedes Mal große Überwindungskraft, doch ist man einmal in den Genuß eines frischen Hummers gekommen, wird man nie wieder auf TK Ware zurück greifen wollen.

Doch fangen wir am Anfang an: beim Kauf. Wird der Hummer als Hauptspeise gereicht, kann man pro Person circa ein Kilo rechnen. Hört sich nach viel an, allerdings werden der Kopf und Panzer nicht mitgegessen, übrig bleiben also "nur" das Fleisch der Scheren und des Schwanzes.

Lebendiger HummerIst man also beim Fischhändler seines Vertrauens sollte unbedingt bei der Entnahme des Hummers aus dem Bassin darauf geachtet werden, dass er noch kräftig die Beine bewegt. Das ist ein Zeichen für Frische. Da Hummer lebendig in kochendes Wasser geworfen werden müssen, kann man bei guten Fischhändlern den Hummer vorkochen lassen und zu Hause weiter verarbeiten.

 

Wer sich allerdings dazu entscheidet den Hummer selber zu zu bereiten sollte ihn erst im aller letzten Moment beim Händler abholen. Meistens kann man eine Abholzeit vereinbaren, so wird der Hummer nur wenige Momente vor dem abgemachten Termin aus dem Bassin entnommen und verpackt und das Tier weniger Stress ausgesetzt. Bevor man allerdings losfährt um die teure Fracht abzuholen sollte man unbedingt zu Hause alles so weit vorbereiten, dass sie direkt abgekocht werden können. Hierzu benötigt man an erster Stelle einen ausreichend großen Topf und einen schmackhaften Fond.

Für den Fond benötigt man 2 Möhren, circa 150 Gramm Sellerieknolle, 2-3 Lorbeerblatt und eine ordentliche Prise Salz.

Das Gemüse grob würfeln, einen wirklich großen Kochtopf mit Wasser füllen, das Gemüse und die Gewürze hinzugeben und alles aufkochen lassen. Bei Seite stellen bis die Hummer abgekocht werden sollen.

Sobald die Hummer abgeholt sind sollte alles möglichst schnell gehen. Wasser zum kochen bringen, den Hummer packen und Kopf zuerst ins kochende Wasser stecken, sofort den Deckel drauf und richtig zu halten. Ich möchte euch nichts vormachen, aber es kann wirklich passieren, dass der Hummer mit dem Schwanz zuckt und der Deckel dabei herunter fallen kann – also: Deckel fixieren. Und nein: Hummer fiepen, schreien und machen auch keine anderen Geräusche beim Kochen!

Die Garzeit richtet sich nach der Größe des Hummers. Liegt das Gewicht bei circa einem Kilo sollte man mit einer Kochzeit von um die 14 Minuten rechnen. Kocht man Hummer übrigens zu lange passiert das gleiche wie bei einem Stück Fleisch, er wird zäh und trocken. Man sollte also die Kochzeit auch von der Weiterverarbeitung abhängig machen, wird er zum Beispiel kurz vor dem Servieren nochmal angebraten kann man ruhig 1 Minute von der Kochzeit abziehen.

Leider gibt es hier keine genauen Richtwerte, verfügt man allerdings nicht über die nötige Erfahrung ist es ratsam Hummer Rezepte zu durchstöbern und Kochzeiten zu vergleichen, so kann man sich einen ganz guten Wert für seinen Hummer errechnen. Wichtig ist allerdings, dass das Wasser zu jeder Zeit kocht und man immer nur ein Tier anstelle mehrerer gleichzeitig abkocht. Nach dem kochen den Hummer herausnehmen, das Wasser wieder richtig aufkochen lassen und dann erst mit dem nächsten Tier weiter machen. Der Hummerpanzer sollte nach dem Kochen eine kräftig rote Farbe angenommen haben.

Hart, aber köstlich … ich weiß!

Packt's An!

Kommentare (7)

  • Raphael Dech

    Einfach nur widerlich, kein einziger Gedanke an das unnötige Leid des Tieres. In der Hinsicht extra exklusiv,nur wenige Tiere müssen derart leiden, Fang und wochenlanger Transport/Lagerung gar nicht eingerechnet

    • Hi Raphael,
      danke für Deinen Kommentar. Ich denke wir alle hegen irgendwelche Abneigungen gegenüber gewissen Lebensmitteln und das kann uns niemand verübeln.
      Wenn Du Dir allerdings etwas mehr Zeit gelassen hättest um meinen Blog und meine Rezepte genauer zu lesen, anstatt lediglich diesen einen gezielt heraus zu picken, dann wüsstest Du, dass mir ein respektvoller und angemessener Umgang mit Lebensmitteln sehr am Herzen liegt – erst recht der Umgang mit einer wie Du selbst geschrieben hast „exklusiven“ Zutat wie Hummer.
      Es würde mich freuen wenn Du Dir Zeit nehmen würdest Packt*s An! näher kennen zu lernen – vielleicht kann ich doch noch einen besseren Eindruck bei Dir hinterlassen.
      Anna

  • Ne also da muss ich komplett widersprechen lieber Vorredner!
    Ich finde den Artikel echt gut!
    Und auch die Seite insgesamt ist echt gut gemacht!
    Und hier von dem Leid des Tieres anzufangen ist doch lächerlich!
    Ja, mir machts auch keinen Spaß ein Tier zu töten, aber wenn Du das meinst, dann musst Du auch konsequent sein und NICHTS tierisches essen!
    Jedes Schnitzel das Du isst muss auch getötet werden. Und Schweine sind deutlich sensibler und intelligenter als Hummer, die raffen das, und die wollen nicht sterben und schreien … und jetzt verrat uns: Hast Du auch so ein Problem mit Leuten die Schnitzel essen?

  • Viviane

    Super Beitrag !!! 🙂

  • Matthias Gnahs

    Ich finde den Beitrag sehr Intressant, da ich selber noch keinen Hummer zubereitet habe, werde ich die Anregung hier aber befolgen, ausserdem verspeist der Mensch jegliche Lebensform also sollten sich gewisse Leute eher selbst an die Nase fassen bevor Sie irrgent welche Aeusserungen taetigen!
    Mit freundlichen Gruessen aus Thailand.

  • Hallo Anna,
    der letzte Treat ist zwar ne Weile her, aber ich werde trotzdem ein Paar Worte darüber verlieren.
    Zu aller Erst, ich bewundere dein Engagement den du beim Kochen an den Tag legst. Das merkt man vorallem an deinen Texten. Ich bin selbst Köchin, welche ihre Ausbildung vor kurzem zu Ende brachte.
    Du erwähntest in deiner Antwort das, dir, “ ein respektvoller und angemessener Umgang mit Lebensmitteln sehr am Herzen liegt“ und das möchte ich gar nicht in Frage stellen. Aber was du in Frage stellen könntest ist, ob es nicht vieleicht eine efizientere Methode gibt einen Hummer zu zubereiten, ohne vieleicht den Hummer die Möglichkeit zu bieten, in einem Topf mit kochendem Wasser, sich in Schmerzen zu krümmen, oder wie du schriebst: So „das der Schwanz zuckt und der Deckel dabei herunter fallen kann“. Das schadet übrigens auch dem Fleisch…
    Die Lösung ist jedoch einfach 🙂
    Du legst den Hummer Ca. 5-10 Min. ins eisgekühlte Wasser, um ihn dann, schnell mit dem Kopf tief ins kochende Wasser, Brühe o. Ä. zu halten. Man wird merken, der Hummer hat gar kaum Zeit die Schmerzen zu spühren, denn nach spätestens einer Sekunde erschlafen die Gliedmasen und ihr könnt den Hummer ohne weitere Bedenken in die Flüssigkeit legen.
    Ich hoffe du verstehst mich nicht falsch. Ich möchte nicht das ich mit Leuten wie Raphael auf eine Stufe gesetzt werde. Mir ist durchaus bewusst das man von der Natur nehmen muss …. auch wenn ich zugeben muss das es oft ausgereizt werde…. Ich wollte nur dammit ausdrücken, dass man sich mit dem Tier, welches man bearbeitet, vor allem wenn es lebt!, zuvor ausgiebig auseinandergesetzt haben muss.
    In Liebe eure Tiff
    Ps: geiles Rezept probiere ich mal aus ;*

    • Hallo liebe Tiff,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und den Tipp.
      Ich finde ihn super und Du hast völlig Recht!
      Werde, sollte ich noch einmal in den Genuss kommen so etwas aussergewöhnliches zubereiten zu können werde ich Deinen Vorschlag sicherlich ausprobieren!
      Liebe Grüße und bis bald,
      Anna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.