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Probiert und sofort nachgekocht: Schlesische Salz-Dill-Gurken Suppe

Probiert und sofort nachgekocht: Schlesische Salz-Dill-Gurken Suppe Als der erste Löffel Suppe sich sanft über die Geschmacksknospen meiner Zunge ergoss, blendete mein Hirn die restliche Umwelt aus. Alles in mir konzentrierte sich nur noch auf die Geschmacksexplosion in meinem Mund. Das Anisaroma von frischem Dill, frische Säure, herzhafte Salzigkeit, erdige Kartoffeln – alles ertränkt in der milden Süsse von frischer Sahne. Schlesische Salz-Dill-Gurken Suppe, ich liebe Dich. Schlesien. Erneut rattert es. Uralter Landstrich. Handelsrouten, die einmal quer durch’s Land führen. Fruchtbares Land ober- und unterhalb der Oder, Slawische und Germanische Stämme. Goethe hatte was für Schlesien übrig. Klöße in aller Form – gerne mit Speck. Zweiter Weltkrieg, Verlagerung der Grenze, Ausschwitz. Rote Armee greift aus dem Osten an. Russische Besatzung, Schlesien wird Polen zugesprochen. Flucht. Und mit der Flucht und den Händlern, die das Land schon lange vorher durchquert haben, kamen die schlesischen Einflüssen nach Deutschland. Was aber macht sie aus, die ursprüngliche schlesische Küche? Das sind zum einen ihre vielfältigen ethnischen Wurzeln, die sich bis ins 12. und 13. Jahrhundert zurückverfolgen lassen, als das …