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Spaghettikürbis und ein Urlaubsgruß

Ihr Lieben,

wir tanzen hier zwischen Koffern, Taschen, Wäsche die noch gemacht werden muss, Bücher die noch gepackt werden wollen und der Suche nach der passenden Zugverbindung zum Frankfurter Flughafen hin und her, denn morgen verabschieden wir uns für drei Wochen in einen wohl verdienten Urlaub. Und tauschen Rechner, Kamera und Internet gegen 30°C und einen weissen Sandstrand.

Allerdings würde ich natürlich niemals einfach so weg fahren ohne euch noch ein leckeres Rezept da zu lassen. Tom sollte nämlich noch einmal in den Genuss eines leckeren Kürbisrezeptes kommen. Dieses Mal stand ein Spaghettikürbis auf der Einkaufsliste, dazu kleine, saftig, würzige Meatballs und eine fruchtige Tomatensauce und schon war eine Neuinterpretation eines alten Klassikers erfunden.

Der Spaghettikürbis hat eine zylindrische Form, hat eine Taillenweite von etwa 13 bis 16 Zentimeter und ist 20 bis 30 Zentimeter lang. Er wiegt gute 1 bis 3,0 Kilogramm und das interessante an ihm ist das hellgelbe Fruchtfleisch. Es besteht nämlich aus langen Fasern, die vage an Spaghetti erinnern, und dem Kürbis seinen vermeintlichen Namen verleihen. Er kann entweder im Ofen oder sogar im Ganzen in Wasser ganz einfach gekocht werden. Schneidet man ihn dann vorsichtig auf, kann man nach dem Entkernen, mit einer Gabel die einzelnen Fasern vorsichtig heraus lösen. Schwenkt man die Spaghetti danach noch in wenig Olivenöl, mit frischen Thymian, abgeschmeckt mit einem Hauch Salz, hat man eine wunderbar, leichte und Kohlenhydrate arme Alternative zu den sonst so heiß geliebten Spaghetti.

Dazu passt eigentlich jede Form von Sauce, die man auch zu Spaghetti reichen würde. Das Fruchtfleisch schmeckt leicht nussig mit einer leicht fruchtigen Note, daher eigenen sich besonders herzhafte, kräftige Sauce besonders gut.

Probiert ihn einfach mal selber aus, selbst Tom konnte einer zweiten Portion nicht widerstehen. Saison hat er übrigens von September bis Dezember, also noch genügend Zeit viele tolle Rezepte aus zu probieren!

Genießt die Zeit und bis Anfang November,

Anna & Tom

Spaghettikürbis mit Meatballs

SpaghettiKuerbis_1

Rezept für 2 bis drei

1 mittel großer Spaghettikürbis
500g gemischtes Hackfleisch
2 Schalotten
1 Bio-Zitrone
1 Bund frischer Thymian
1 Zehe Knoblauch
Rosenpaprika
Pfeffer, Salz
500ml fruchtige Tomatensauce
1 Hand voll getrocknete Steinpilze
1 Schuss kräftiger Rotwein
1 Hand voll Pinienkerne
Geriebener Parmesan
Olivenöl

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze mit Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Kürbis halbieren. Kürbis Hälfte mit den Schnittflächen nach unten auf das Blech legen und so bald der Ofen heiß ist, ca. 30 Minuten garen lassen. Der Kürbis ist fertig wenn man mit dem Finger die Schale leicht andrückt und diese nachgibt.

In der Zwischenzeit die Sauce vorbereiten. Hierfür das Zwiebeln und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Thymian waschen, abtrocknen und ca. 2 EL der Blättchen abzupfen. Getrocknete Steinpilze in ein Gefäß geben und mit kochenden Wasser übergießen, bis sie bedeckt sind, Pilze abdecken und zum Ziehen bei Seite stellen. Zitrone heiß abspülen.

Das Hackfleisch in eine Schale geben und die Hälfte der vorbereiteten Zwiebeln, Knoblauch sowie gezupften Thymianblättchen hinzu geben. Circa 2 EL der Zitronenschale fein abreiben und ebenfalls zu dem Fleisch geben, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver kräftig würzen. Das Hackfleisch kräftig mischen, so dass sich die Gewürze gleichmäßig verteilen. Fleisch bei Seite stellen und ziehen lassen.

In eine Topf den Rest der Zwiebeln samt Knoblauch in wenig Öl glasig dünsten, 2 bis 3 Thymianzweige hinzu geben und mit dünsten. Mit einem großzügigen Schuss Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Die Steinpilze in einem feinem Sieb abtropfen lassen, den Steinpilzsud auffangen und ebenfalls angießen, circa 5 Minuten einkochen lassen. Dann die Tomatensauce hinzugeben, mit Pfeffer und Salz würzen. Die Sauce leise köchelnd einkochen lassen, bis sie eine sämige Konsistenz hat.

Sobald der Kürbis gar ist, das Blech aus dem Ofen nehmen und die Hälften vorsichtig umdrehen. Kürbis zunächst wenige Minuten abkühlen lassen, dann erst die Kerne, mit Hilfe eines Löffels, entfernen. Hierbei müsste sich das Fleisch eigentlich schon in Fasern mit heraus lösen. Mit einer Gabel kann man vorsichtig hin und her fahren und somit das restliche Fleisch, in Form von Faser, einfach auslösen. Teilweise werden die Kürbisse so weich, dass man sie einfach über eine Schüssel halten kann und das Fleisch bereits mit vorsichtigem Klopfen löst. Am besten probiert ihr einfach selbst welche Methode für euch am besten funktioniert. Die Kürbisspaghetti bei Seite stellen.

Das Hackfleisch zu kleinen, Golfball großen, Bällchen formen und in die Sauce legen, circa 15 Minuten leise zimmern lassen, bis die Bällchen gar sind. Die Steinpilze grob hacken und unter die Sauce mischen.

Pinienkerne, in einer Pfanne ohne Fett, rösten, bis sie leicht gebräunt sind und aromatisch duften

In einer Pfanne wenig Öl erhitzen, den Rest der gezupften Thymianblättchen hinzu geben und die Kürbisspaghetti vorsichtig in dem parfümierten Öl schwenken. Mit wenig Salz würzen.

Sicherstellen, dass die Bällchen gar sind, dann die Sauce final abschmecken.

Spaghetti auf tiefen Tellern anrichten, drei Bällchen auf die Nudeln setzen, mit Sauce nappieren, mit Pinienkernen und geriebenem Parmesan garnieren.

Fertig ist ein herrlich, herzhaftes Herbstrezept.

Lasst es euch schmecken und wir packen’s in drei Wochen wieder an!

Urlaub – wir packen’s an!

4 Kommentare

  1. Das sieht echt lecker aus, auch wenn es für meinen Gaumen eher experimentellen Charakter hat 😉
    Aber so rein optisch hätte ich Lust, mii sofort an den gedeckten Tisch zu setzen.

    Gruss,
    Jens

  2. Sabine Ploeken sagt

    Sieht sehr lecker aus, vorallem mit den Blumen als Kontrast^^
    Das Rezept werde ich sicherlich mal ausprobieren. Hier habe ich auch noch ein Kürbisrezept gefunden. Endlich ist ja wieder Kürbiszeit 😀

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