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Ausgang im Belgischen: Restaurant Limbourg

Am Neumarkt, Rudolfplatz und im Stadtgarten werden die ersten Weihnachtsmarktbuden aufgebaut, Lichterketten schmücken die Einkaufsstraßen, erste Geschenke werden bereits besorgt, weihnachtliche Grußkarten gebastelt. In der kältestens Jahreszeit nimmt nicht nur die Lust nach Lebkuchen, Glühwein und Räucherkerzen zu sondern auch das Bedürfnis nach Wärme, Geborgenheit und (ein bisschen) Romantik. Wobei letzteres hiermit ganz gut bedient werden könnte.

Charmanter belgischer Flair neben der Ausgehmeile Nr. 1

Verborgen in einem wunderschönen denkmalgeschützten Haus am Rande des Belgischen Viertels befindet sich ein kulinarisches Kleinod: Das Limbourg auf der Limburger Straße. Das wirklich kleine Etablissement von Hajo Hoke hat sich inzwischen zu einem  – dank der guten, alten Mundpropaganda – stilechten Geheimtip avanciert, in dem klein groß geschrieben wird.

Die wohl kleinste Küche der Stadt, ihr könnt euch beim Gang zur Toilette persönlich überzeugen, mit der wohl kleinsten Speisenkarte. Anders geht es auch nicht, denn Hoke steht alleine mit nur einem weiteren Koch in der Küche.

Die drei Vor-, Haupt-, und Nachspeisen wechseln wöchentlich und verwöhnen Gaumen und Seele mit saisonalen, französisch-mediterran angehauchten Speisen und wer möchte kann sich ein individuelles 3-Gänge-Menü zusammenstellen. Klar, strukturiert und ohne Effekthascherei werden die Gerichte, zum Glück nie auf übergroßen Tellern à la Biolek, angerichtet. Obwohl die Portionen meiner Meinung nach ruhig etwas größer hätten sein können, wobei ich das nur sage, weil es eben so lecker war.

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Und dieses Konzept zieht sich durch das gesamte Restaurant.
Rustikales, unverputztes Brandschutzgemäuer, getaucht in warmes Kerzenlicht und der Blick auf einen romantischen, winzigen Innenhof, der vor allem im Sommer zu einem Tête à Tête einlädt. Doch wer einen Platz ergattern möchte, sollte unbedingt reservieren! 24 Plätze im Erdgeschoß, 12 Plätze auf der „Belle Etage“ und 6 zusätzliche Sommerplätze im Hof – da heißt es zusammen rücken wenn’s voll ist und das dürfte es gerade während der romantischsten Jahreszeit des öfteren sein und zwar nicht nur wegen der angenehmen Stimmung. Schinkenpastete an herbstlichen Salaten, Gänsekeule mit Quitten-Rotkohl und SemmelKlößen oder Zanderfilet im Brickteig, Steinpilzrisotto und Kürbis parisienne, gefolgt von PrintenMousse und GlühweinGelee oder dem Limbourger Käseviererlei – das hatte ich übrigens: zum dahin schmelzen! – dürften ihren Teil dazu tragen.

Dazu stößt man mit einem Gläschen Wein, wir eher mit zwei, aus dem Repertoire des Limbourg’schen Weinkellers an und wer meint sogar noch mehr tun zu müssen außer sich dem puren Genuss hingeben zu dürfen, der kann sich für einen Weinseminar anmelden.

Zwei Stunden, fünf Weine, abschließend ein drei-Gänge-Menü, teilnehmen müssen mindestens sechs, bei einem Preis von €79.-, da kann man nichts sagen!

So ist sie nun mal, die belgische Idylle zu Köln!

Limbourg

Tägich geöffnet von. 19.00 bis 00.30
Küche bis 22:30

Limburger Straße 35
Köln

Tel.: 0221 250 88 80

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