Alle Artikel in: Soulfood

Wenn die Seele besänftigt werden muss und es draußen besonders kalt ist

Wenn der Kopf schmerzt, die Nase läuft und der Hals kratzt, dann hilft nur heiße Hühnersuppe

2014 ist schon wieder voll im Gange. Der Weihnachtsbaum gefällt, der Schmuck wieder sicher im Keller verstaut und die erste Woche Arbeit ist auch schon vorbei und bis hierhin haben wir’s tatsächlich geschafft absolut erkältungsfrei zu bleiben. Bis hierhin, aber nicht weiter. Donnerstag ging’s bei Tom los, bis gestern hat mein Immunsystem einen tapferen Kampf gekämpft, nur um dann hinterhältig im Schlaf überlistet zu werden, oder aber ich hätte einfach nicht auf einen Gutennachtkuss bestehen sollen. Dicke Mandeln, kratzige Stimme und unglaubliche Halsschmerzen zum Frühstück, und draußen scheint endlich mal die Sonne vor einem knackig blauen Himmel. Aber wozu sonst haben uns unsere Mütter so gut auf ein Leben viel zu weit weg von ihnen vorbereitet. Sie wussten und wissen einfach was gut für einen ist und hoffen in ihrem tiefsten Inneren, dass im richtigen Augenblick einem wieder in den Sinn kommt, wie sie einem früher viel zu heiße Hühnersuppe eingeflösst haben, mit den Worten, „Iss, das wird Dir gut tun!“. Was ich mich allerdings doch immer gefragt habe war, ob’s einfach die kochende Hitze …

Meatless Mondays: Cremige Kürbis-Käse-Nudeln mit gebratenem Mangold

Da Tom und ich unter der Woche immer recht einfach, schnell und unkompliziert kochen, hauen wir an den Wochenende erstmal richtig auf den Putz. Es wird geschnippelt, gebrutzelt, gekocht, gebacken, gebraten, überbacken und in aller Ruhe und mit höchstem Genuss gegessen. Muss man sich ja auch mal gönnen! Wenn montagmorgens allerdings der Wecker klingelt, um eine erneut arbeitsreiche Woche einzuläuten, macht sich der Wunsch nach knackigen Salaten, leichten Suppe und viel, viel, viel frischem Gemüse breit. So hat sich der „Meatless Monday“ bei uns etabliert. Zugegeben, Tom ist manchmal nicht ganz so begeistert wie ich über die vegetarischen Köstlichkeiten, aber das ist erst recht ein Ansporn möglichst lecker und abwechslungsreich fleischfrei zu kochen. Vor allem jetzt wenn draussen der Regen an die Scheiben klopft, der Wind heult und es einfach nicht hell werden will, muss einfach etwas befriedigendes, wärmendes auf den Tisch – da reicht Salat manchmal einfach nicht aus. Daher, folgt hier das erste „Meatless Monday Rezept“, in der Hoffnung, dass es bei euch ähnlichen Anklang findet, wie bei uns! Cremige Kürbis-Käse-Nudeln mit gebratenem …

Aus groß mach klein: Beef Wellington for two

Es gibt Rezepte, die sind einfach nicht geeignet für einen Zweipersonenhaushalt. Rinderschmorbraten, Sauerbraten, eine kross gebratene Gans … Alles Rezepte, die einfach zu groß ausfallen für zwei und schließlich hat man ja nicht jeden Abend Freunde oder Familie zu Besuch. Eins dieser Rezepte, das mir schon seit Ewigkeiten im Kopf rum schwirrt und mich einfach nicht in Ruhe lassen möchte, ist Beef Wellington. Beef Wellington ist eines der wahrscheinlich klassischsten Gerichte der gehobenen Küche und erweckt beim ein oder anderen bestimmt den Eindruck angestaubt und überholt zu sein. Aber überzeugt euch selbst: Es besteht nämlich aus einem rosa gebratenem Rinderfilet, das mit einer Schicht feiner Pilzfarce umhüllt und anschließend in dünnen Blätterteig eingeschlagen und gebacken wird. Altbacken mag sein, aber kann etwas, das bereits so fein klingt überhaupt nicht schmecken. Eben, sag ich doch! Über die Abstammung des Beef Wellington scheiden sich die Geister und so kursieren zwei unterschiedliche Auslegung der Geschichte. Die eine besagt, dass sich der Sieger der Schlacht von Waterloo, Arthur Wellesley, der erste Herzog von Wellington, ein Stück seines Schlachtrosses servieren …

Orecchiette mit Butternusskürbis und Pancetta. Oder: Tom meint Kürbis sei langweilig – ich nicht!

Aufgewachsen in Amerika, weiss man, dass Kürbisse ab Spätsommer / Herbst ganz einfach in jede Alltagsküche gehört. Allerdings weiss man auch, dass Kürbis sehr viel abwechslungsreicher und experimenteller eingesetzt werden kann, als in der ach so üblichen Kürbis-Ingwer-Karotten Suppe – mal mit oder ohne Kokos. Egal ob’s ein Cheescake, Dulce de Leche, Brot, Mac ’n Cheese, Bruschetta, Macarones, Cupcakes, Salat oder Kekse, Nudeln, Tiramisu, Suppe, Eintöpfe, Auflauf, Muffins oder gar Hörnchen, Gelee, Marmelade oder ein sauer-scharfes Chutney werden soll – in Amerika macht niemand davor Halt ein bisschen gold-gelben Kürbis mit ein zu arbeiten. Zurecht, denn richtig zubereitet, kann das süße, weiche Fleisch des Kürbis zum Hochgenuss werden. Der Trick ist ganz einfach: Seid mutig und kreativ beim Würzen! Da Kürbis an sich ein sehr mildes Aroma hat, bietet er nun mal auch die große Einsatzvielfalt. Er beugt sich jeder Geschmacksrichtung, egal ob süß, salzig, scharf oder gar sauer – man muss sich nur trauen. Da Tom der feste Überzeugung ist, dass Kürbis grundsätzlich langweilig sei, habe ich beschlossen diese Saison möglichst viele und unterschiedliche …

Fried Green Tomatoes – und die Erkenntniss, dass die Welt um mich herum jünger wird

Ich muss gestehen, dass ich keinen besonderen Bezug zum Alter habe. Mir ist es egal, ob mein Gegenüber zehn Jahre älter oder jünger ist – so lange die Wellenlänge stimmt. Ich hege keine Ambitionen mich dem Alter angemessen benehmen zu müssen. Ich arbeite in einem Beruf der Aufgeschlossenheit und junges, frisches Denken erfordert und genau so fühl ich mich: Jung! Und bisher habe ich auch immer gedacht, dass ich genau diesem Typ auch entspreche, bis die vergangene Woche mir das Gegenteil beweisen sollte.