Alle Artikel in: Restaurants

Wenn man sich mal wider richtig verwöhnen lassen möchte … die Restaurant-Tipps

Tanica in Köln – das erste und damit auch das letzte Mal

Frühjahr 2016, das ehemalige El Gato auf der Engelbertstraße schließt seine Pforten und macht einem neuen gastronomischen Konzept Platz. Der Kopf dahinter: Gabriele Zanchetti. Ein alter Hase in der Kölner Gastro-Szene. Sein Name wird grundsätzlich in einem Atemzug mit dem seines Vaters genannt, Massimo. Exakt, der Massimo. Italiener, Alteburgerstraße, gefolgt vom Bagutta auf der Heinsbergstraße nur drei Jahre später. Tanica ist nun der dritte Streich und ist eine Hommage des Sohnes Gabriele an seinen Vater. Hinter Tanica versteckt sich nämlich der Spitzname des gestandenen kölner Ristoratori. Den Umbau und Einzug des neuen Lokals haben wir gespannt beobachtet. Das moderne, dennoch gemütliche Interieur hat der Engelbertstraße gut getan. Rustikale Holztische, sanfter Kerzenschein, gedimmtes Licht, gepaart mit offenem Mauerwerk und einer gut bestückten Bar. Als dann auch endlich die Speisenkarte vor dem Eingang hing war schnell klar: Das müssen wir probieren. Hier werden die klassischen Tellergerichte durch mehrere kleine Gerichte abgelöst, was vor allem Unentschlossenen die Entscheidung deutlich leichter gestalten und am Tisch nicht nur für verbalen, sondern auch kulinarischen Austausch sorgen soll. Zu siebt haben wir …

Essen in Köln: El Gaucho – Ortswechsel ist eine Revolution, das Essen auch?

Ich wohne seit 2002 in Köln, zwar mit vier Jahren Unterbrechung, aber dennoch würde ich behaupten, dass ich mich inzwischen als Kölsche-Mädsche bezeichnen darf. Und dennoch habe ich es bisher noch NIE geschafft bei DEM Kult-Steak-Argentinier Kölns zu essen. Man hat ja schon viel gehört, Romy Schneider, Lukas Podolski, Lionel Messi, Uwe Seeler, Thomas Gottschalk … alle haben sie im El Gaucho bereits ihre Steaks genossen. Und auch der vertraute Bekanntenkreis hat uns stets schräg angeschaut wenn wir zugeben mussten, dass wir noch nie ein Steak von El Gauchos offenem Holzkohlegrill gekostet haben. Nach über 40 Jahren und dem Versterben des Gründers des El Gaucho haben sich die beiden Söhne zu einer Revolution hinreissen lassen. Die alten Kellerräume am Barbarossaplatz wurden geräumt, das gesamte, überwiegend selbstgebaute Mobiliar in den Hohenstaufenring gezogen, wo dann erst einmal Baustopp angesagt war. Ursprünglich war die Wiedereröffnung für September 2015 geplant, tatsächlich hat das Kultlokal seine Pforten erst Mitte November 2016 wieder öffnen dürfen. Grund genug für uns endlich auch mal das älteste und bekannteste Steak-Haus Kölns in seiner neuen …

Ausgang in der Südstadt: Fertig – auf der Bonner Strasse

Böse Zungen behaupten ja, dass man in Köln nicht gut essen gehen kann. Ich behaupte dagegen, dass die Dichte an guten Restaurants vielleicht nicht so hoch ist, dafür haben wir aber ein paar aussergewöhnliche Perlen, die eine Stadt erst einmal hervor zaubern muss. Einer dieser Perlen ist das „Fertig“, eine kölsche Kneipe – nicht wie jede andere. Von außen erscheint das Kölner Traditionslokal auf den ersten Blick wie eine einfache, gutbürgerliche Kneipe. Hat man das Lokal betreten, wird man vom Charme der Nachkriegszeit im Empfang genommen. Rustikale, dunkle Holzstühle, bunte Bleiglasfenster, pflegeleichte, Kunststoff laminierte Tische und eine Holz verkleidete Theke, die aussieht, als hätten an ihr bereits meine Großeltern zu ihren besten Zeiten das ein oder andere frisch gezapfte Kölsch genossen. Bilder von reissdorf.de In eben diesen Genuss sind wir vergangenen Freitag ebenfalls gekommen. Denn im Fertig gilt: First come, first served – Reservierungen werden nicht entgegen genommen. Dann heißt es schon einmal warten, wenn die Massen in die kleine Gaststätte strömen – was sie eigentlich immer tun – und Reissdorf vom Fass trinken. Drei …

Drei Schwestern – zur Stippvisite in Berlin

Vor Kurzem war es mal wieder so weit, mit dem Höhepunkt des Kölner Karnevals überkam mich der berühmt berüchtigte Anfall von Fernweh. „Tom, morgen ist Weiberfastnacht! Entweder wir gehen heute für die nächsten fünf Tage einkaufen und verschanzen uns oder aber wir packen einfach das Auto voll und fahren weg! Spätestens morgen um 11 Uhr ist Köln im Ausnahmezustand!“, „Wohin willste denn fahren?“‚ „Wie wär’s mit Berlin?“. Am nächsten Tag um 16 Uhr saßen wir im Auto – auf dem Navidisplay stolze 570km angeschlagen und eine geschätzte Ankunft um 21.23 Uhr. Berlin – wir kommen! (Aus 21.23 Uhr wurde übrigens, Dank der äußerst günstigen Verkehrslage, 23.45 Uhr.) Einen Plan hatten wir für unseren Kurzaufenthalt übrigens nicht. Ich hatte zwar ein bisschen nach Freizeitbeschäftigungen in Berlin gewühlt, wir hatten uns letztendlich aber doch dafür entschieden uns einfach treiben zu lassen. Nur die Abendverköstigung, die hatte ich, wie sollte es auch anders sein, bestens vorbereitet. Für Samstag stand bereits ein reservierter Tisch im „3 Schwestern“ in Kreuzberg parat und Sonntag sollte es im „Filetstück“ in Prenzlauerberg ans …

Im Gespräch mit: Marinos von Kouzina Marina

"Hast Du schon gehört, es gibt in Köln jetzt ein Guerilla Restaurant?!", meinte kurz vor Weihnachten einer meiner Kollegen zu mir, ich verneinte überrascht und er fuhr fort: "Man muss sich vorher online anmelden und wenn man Glück hat bekommt man einen Platz, die sind scheinbar andauernd ausgebucht. Es gibt ein 5-Gänge Menü, mit Wein, Wasser, Aperitif und hinter her auch noch Mokka und einen Digestif. Ich hatte überlegt das meiner Frau zu Weihnachten zu schenken – oder aber einen Kochkurs!", ich musste lachen und dachte im selben Augenblick: "Eigentlich wär das doch auch was für Tom!".  Und so kam es, dass wir Anfang Februar gemeinsam mit Freunden das Kouzina Marina, Kölns erstem Guerilla Restaurant einen Besuch abstatteten. Die Anmeldung ist denkbar einfach: Die Website aufrufen, nach unten scrollen, Wunschdatum aussuchen, eine Mail samt Datum und Anzahl der Gäste verfassen und absenden. In Kürze erhaltet ihr eine Antwort mit der erhofften Zusage – sollten allerdings alle Plätze schon vergeben sein, gibt's auch eine Absage, denn hier gilt "First come – first served!". Die abendliche Menüfolge nebst genauer …