Alle Artikel in: Internationale Küche

Meatless Mondays: Süßkartoffelcurry mit Pistazien und frischem Koriander

Ok, ok, ich geb’s ja zu. Ich hab absolut NICHTS Weihnachtliches gepostet dieses Jahr. Ist das sehr schlimm? Irgendwie kam Weihnachten dieses Jahr so unglaublich überraschend, dass ich überhaupt keine Chance hatte rechtzeitig zu reagieren. Plötzlich brannten alle vier Kerzen auf dem Adventskranz, der Glühwein war heiß und süffig und schon war ich bei meinen Eltern und das Christkind läutet bereits sein Glöckchen. Bescherung, Essen, Schlafen, Kochen, Familie empfangen, ein üppiges Gänseessen, Schlafen, Brunch, langer Spaziergang, Schlafen und schwups – schon war ich wieder Zuhause. Schön war’s! Außerdem dachte ich mir, ihr werdet sowie so bereits von allen Seiten weihnachtlich beschallt, dann braucht ihr nicht auch noch mich, um euch zu zeigen wie man es noch machen könnte, oder? Jetzt mal ehrlich?! Jedenfalls hoffe ich sehr, dass ihr ein paar wunderschöne, friedliche Tage hattet, im Kreis eurer Liebsten. Dass eure Wünsche erhört und erfüllt worden sind und, dass ihr erholt, gestärkt und bester Laune dem neuen Jahr entgegen schaut. Da Weihnachten bei uns kulinarisch grundsätzlich mehr als üppig ausfällt, verspüre ich nach den Feiertagen immer …

Ein gar nicht mal so schlecht schmeckendes Belgisches Gericht, oder: Gratinierte Chicorée-Schinken-Röllchen, mit Butterkartoffeln

Schon als ich klein war, äußerst klein – noch mit Milchzähnen klein – hatte ich bereits einen äußerst distinguierten Geschmack. So kam mir nichts zwischen die Zähne, das ich nicht kannte. Probiert wurde schon, aber es konnte durchaus passieren, dass das Gericht meiner strengen Beurteilung nicht standhalten konnte. Selbst heute noch erzählt man mir, dass es ausgerechnet diesem Gericht so widerfahren sei. Ich muss zwischen drei und vier Jahren alt gewesen sein, als ein befreundetes Paar meiner Eltern, meinen Bruder und mich eines Abends gehütet haben. Meine Eltern waren auf Jück – behaupte ich jetzt einfach mal, es sei ihnen gegönnt. Und wie verantwortungsvolle Freunde das so machen, wurde den Kindern auch etwas gekocht. Wir wurden an den Tisch gesetzt, das Essen wurde serviert und als ein „Belgisches Gericht“ vorgestellt. Ich stelle mir vor, wie ich da sass: Klein, mit Pony, konnte die Gabel kaum halten, mit einem Lätzchen umgebunden, und fange an, eher ungeschickt, das „Belgische Gericht“ zu essen. Viel kann ich davon nicht gegessen haben, denn die Erzählung besagt, dass ich relativ schnell, …

Fried Green Tomatoes – und die Erkenntniss, dass die Welt um mich herum jünger wird

Ich muss gestehen, dass ich keinen besonderen Bezug zum Alter habe. Mir ist es egal, ob mein Gegenüber zehn Jahre älter oder jünger ist – so lange die Wellenlänge stimmt. Ich hege keine Ambitionen mich dem Alter angemessen benehmen zu müssen. Ich arbeite in einem Beruf der Aufgeschlossenheit und junges, frisches Denken erfordert und genau so fühl ich mich: Jung! Und bisher habe ich auch immer gedacht, dass ich genau diesem Typ auch entspreche, bis die vergangene Woche mir das Gegenteil beweisen sollte.

Ein kulinarischer Blick gen Westen: Karibisches Jerk-Chicken

Während Tom beim Champions League Finale mit fiebert, Weidenfeller zum vierten Mal erfolgreich einen gefährlichen Bayern-Torschuss abgewehrt und Robben zum zweiten Mal bereits eines seiner berühmt berüchtigten Solis in den Sand gesetzt hat, konzentrier ich mich lieber mal wieder auf meinen Blog. Kleiner Witz am Rande: Welche Tiere können kein Fussball spielen? Robben! Hihihihhihihihi … Was? Ihr wollt noch einen? Na gut: Sagt ein Richter zum Angeklagten: „Ich habe eine schlechte und eine gute Nachricht für Sie! Zuerst die Schlechte: Sie werden erschossen. Die Gute: Robben schießt!“, LOLOLOLOL … Ach, verdammt jetzt wollt ich gerad etwas schreiben und mir fällt das Wort nicht mehr ein. Wie sagt man noch auf Holländisch „Final-Niederlage?“ … Achja!!! Jetzt hab ich’s wieder „Heimrobben!“. HIHI … So, jetzt aber wirklich Schluss hier! Sonst wird das alles nichts und außerdem sind wir erst bei der 23. Spielminute und wie ich Tom immer so weise sage: bis zur 90. mindestens ist alles noch offen. Heute steht nämlich mal wieder ein kulinarischer Ausflug an und zwar in die Karibik. Um genauer zu sein …

Croque Madame

Wochenende. Schon wieder eine Woche rum und schon wieder klopft der unerbittliche Montag an unsere Tür. Aber noch ist der Sonntag nicht vorbei, heute scheint sogar ausnahmsweise eine noch etwas verhaltene Frühlingssonne und macht mir mal wieder klar, wie dringend ich unsere Fenster putzen muss. Vielen Dank für den Wink mit dem Zaunpfahl liebe Sonne – ich habe dich auch vermisst! Wochenende heißt bei uns ausschlafen, Bademantel, Kaffee trinken, lange Spaziergänge, mal nicht gehetzt durch den Supermarkt rennen, mit einem Glas Weinschorle und einem guten Magazin im Bistro sitzen, Menschen beobachten und sich einfach treiben lassen. Wenn wir dann Samstag Abends wieder zu Hause sind, Tom mit heiß gelaufenen Füßen auf dem Sofa sitzt und Gerhard Delling gespannt lauscht wie er routiniert die aktuellen Fußballergebnisse ankündigt, freu ich mich darüber, dass ich die geniale Idee hatte ein unkompliziertes Essen geplant zu haben. Sonntags hat man ja schließlich wirklich mehr Zeit um aufwändiger zu kochen. Und wie wir alle wissen sind es ja ach so oft erst recht die einfachen Gerichte, die besonders lecker schmecken. Stichwort Brasserie. …