Alle Artikel in: Hauptspeise

Getrüffelte Spinat-Paprika-Rolle mit Mohn

Halbzeit! Seit 26 Tagen faste ich, weitere 20 Tage stehen noch an. Man könnte jetzt annehmen, dass ich mich inzwischen mit meiner Situation arrangiert haben sollte – habe ich nicht! Ich tu mich immer noch extrem schwer mit der fleischlosen Situation. Und ich muss auch gestehen, dass die Kocherei darunter deutlich leidet. Wenn ich meine aktuelle Kochambitionen bewerten müsste, würde ich sagen „Tote Fischhaltung!“. Auf den Rücken legen, Flossen einklappen und bloß nicht bewegen, bis der Spuk vorbei ist. Würde ich natürlich niemals zugeben, ist aber so und hinterlässt auch allmählich auch seine Spuren. Der Befriedigungsfaktor nach dem Essen grenzt an die 0 und die gute Laune leidet. Blöd, weiss ich auch, aber die letzten drei Wochen halte ich jetzt auch noch durch. Ein interessantes Selbstexperiment ist es alle Male. Denn neben der schlechten Laune stelle ich doch auch positive Veränderungen fest. Dadurch, dass eine bisherige Haupternährungskomponente weggefallen ist, muss dieses Loch irgendwie gefüllt werden. An seine Stelle sind frisches Gemüse sowie Obst gerückt. Dadurch, dass sie die aktuellen Hauptdarsteller meiner aktuellen Ernährungsphase repräsentieren, achte …

Kopfsalatrisotto mit gebratenen Jakobsmuscheln und weißem Speckschaum

Es schneit! Tom hat mich heute Morgen ruckartig aus dem wohlverdienten Samstagslangschlaf gerissen indem er die Gardienen plötzlich aufgezogen und gerufen hat: „Es schneit!!!!“. Ich weiß gar nicht was Schnee so besonders macht, aber es scheint in uns das Kind zu wecken. Am liebsten wär ich auf der Stelle aus dem Bett gesprungen, hätte Mütze, Schal und Handschuhe angezogen und wär noch im Schlafanzug rausgegangen. Aufgrund unserer extrem exponierten Innenstadtlage und den gefühlt eine Million zuschauenden Nachbarn, in unmittelbarer Nähe, habe ich es dann doch nicht getan. Feigling! In Finnland würden Tom und ich wohl gerade einen Schneemann bauen. Da ist er wieder dieser innere Konflikt, Stadtleben oder doch Stadtflucht begehen. Ein eigener, großer Garten, selbstbezogenes Gemüse, Kräuter und hin- und wieder der Besuch eines scheuen Waldbewohners, oder aber mitten in der Stadt wohnen, mitten im Leben sein am Großstadtpuls, aussergwöhnliche Restaurants, das bunte Treiben auf den Straßen, abends noch mal eben ein Bier trinken gehen, ein Büdchen im Haus, das bis in die frühen Morgenstunden geöffnet hat … Hachja, ich befass mich damit wie …

Meatless Mondays: Marias Zucchninudeln mit Kräuterpesto

Neulich kam meine liebe Kollegin und Freundin Maria auf mich zu und legte eine ca. 40cm lange und 10cm im Durchmesser große Zucchini auf meinen Schreibtisch mit dem Kommentar: „Mach was draus!“. Sie zieht in ihrem Garten frische Kräuter, verschiedene Gemüsesorten und denkt sogar darüber nach Hühner zu halten. Das wovon ich noch träume, hat sie schon längst in die Tat umgesetzt und erntet nun die ersten schmackhaften Früchte. So eine selbstgezogene Zucchini hat was Besonderes verdient habe ich mir daraufhin gedacht, eine Rolle in der sie im Mittelpunkt steht und nicht einfach nur als begleitendes Beiwerk die Stellung hält. Zucchini hat es in unseren Gefilden noch nicht wirklich zum Lieblingsgemüse geschafft. Je weiter man allerdings gen Süden reist, desto häufiger begegnet man ihr in unterschiedlichster Zubereitung. Gegrillt mit frischen Kräutern, Knoblauch, Fenchelsamen, gereicht zu Fisch oder Fleisch, mit Gemüse oder Blattsalat. Zitrone und Zucker passen ebenso wie Sojasauce, Curry und Koriander, denn ihre Schwäche ist ebenso ihre Stärke: Sie hat keinen besonders ausgeprägten Eigengeschmack. Zucchini können gefüllt, gegrillt, gebraten, frittiert oder kurz gedünstet oder …

Lauwarmer Linsensalat mit pochiertem Ei und Speck

Meine Güte ist das ein Wetterchen. Letzte Woche gab’s n Köln mal wieder Hochwasserwarnungen, weil der Regen sintflutartig über uns hergefegt ist und wenige Tage später knallt die Sonne auf uns wieder, als hätte sich die Sahara inzwischen bis nach Deutschland ausgedehnt. Egal wie man sich morgens anzieht, es ist alles falsch. Ähnlich verhält es sich derzeit mit unserem Essensverhalten. Ich kaufe neuerdings immer gleich für mehrere Tage ein, nur um dann im letzten Augenblick doch noch mal zum Supermarkt zu gehen um genau das Gegenteil dessen zu kaufen, was ich eigentlich geplant hatte. Dieser Salat ist ein schöner Zwitter, an kühleren, regnerischen Abenden serviert man ihn lauwarm und an heißen Sommertagen kommt er kühl auf den Tisch und ganze egal welche Temperatur er hat, er schmeckt nicht nur extrem gut, sondern danach lässt man sich zufrieden in den Stuhl sinken und freut sich, dass man so lecker gegessen hat. Die Linsen werden relativ einfach mit Lorbeerblatt al dente gekocht, bisschen Suppengemüse fein gewürfelt, in wenig Öl geschwenkt, eine schöne Vinaigrette verleiht dem Salat eine …

Meatless Mondays: Prokrastination und knackige Frühjahrsnudeln

Was soll ich sagen. Es sind einige Wochen seit dem letzten Post verstrichen. Nicht, dass wir spontan mit dem Kochen aufgehört hätten, aber der letzte Monat hat einfach zu viel Ablenkung geboten. Diejenigen von euch, die Packt’s An! schon länger verfolgen wissen vielleicht noch, dass der Februar bei uns reich mit Geburtstagen gesegnet ist. Unter anderen der meinige. Und der war groß! Sehr groß – und rund auch noch dazu. Und aus einem Geburtstagstag ist dann ganz schnell ein ganzer Geburtstagsmarathon geworden, der immerhin zwei Wochen lang gehalten hat. Und es hat unglaublich Spaß gemacht. Man wird halt nur einmal in seinem Leben 30! Und dann? Tja, dann brach in Köln plötzlich der Karneval aus und Tom und ich sind nach Berlin geflohen. Jetzt ist aber Wunden lecken angesagt und die Fastenzeit eingeläutet. 40 Tag und 40 Nächte – das wird hart, aber das heißt nicht, dass es uns nicht auch während der Fastenzeit schmecken darf. Ganz im Gegenteil, so wird die Fastenzeit zum Hochgenuss und gestaltet den Verzicht etwas angenehmer. Schnell, einfach und wie …