Alle Artikel in: Frühling

Saisonaler Genuss: Dicke Bohnen mal ohne Speck!

Ende Mai bis Ende Juli sind bei uns wieder frische Dicke Bohnen, (auch Saubohnen, Fava Bohnen, Pferdebohnen, Faberbohnen oder Puffbohnen genannt), erhältlich. Zwar war die Dicke Bohne lange Zeit als „Arme-Leute-Essen“ verrufen, doch heute erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit. Bei uns ist diese Frucht besonders in Kombination mit deftigen und eher bodenständigen Gerichten bekannt. Richtet man den Blick allerdings Richtung Mittelmeer findet man einen sehr viel experimentelleren Umgang und die mediterrane Frische macht die Dicke Bohne zu einer wahren Delikatesse. Botanisch gesehen gehören Dicke Bohnen übrigens gar nicht zu den Bohnen, sondern zu den Wicken. Sie ist eine mit einem kräftigen Stengel bis 100cm hoch wachsende Hülsenfrucht. In ihren oberen Blattachsen sitzen rein weiße oder schwarzweiße Blüten. Und aus eben diesen Blüten entwickeln sich die langen, dickschaligen Hülsen, die in ihrem samtig weichen Inneren die zarten Samen schützend umhüllen. Dicke Bohnen sind äußerst nahrhaft und sehr sättigen, enthalten jedoch relativ wenig Kalorien. Der wichtigste Inhaltsstoff ist allerdings das Eiweiß. Der Eiweißgehalt bei der Dicken Bohne kann bis zu 24% betragen, was sie mit Fleisch oder …

Rhabarber-Käse-Streuselkuchen

Also, wie ihr ja alle wisst bin ich nicht die große Bäckerin. Aber wenn ich mal backe – dann richtig! Seit einiger Zeit grinst mich nämlich der frische Rhabarber an, den es jetzt überall gibt. Und wenn ich etwas liebe, dann ist es Kuchen mit Rhabarber. Dieses herrliche Gemüse lässt sich nämlich wunderbar in süßen Nachspeisen, Kuchen und Tartes verarbeiten. Gemüse? Gemüse! Rhabarber ist ein Knöterichgewächs, das mit der Sauerampfer verwandt ist, und von April bis Juni Saison hat. Interessanter Weise stammt Rhabarber nicht aus unseren heimatlichen Gefilden sondern aus der Himalajaregion. Erst im 18. Jahrhundert fand er seinen Weg über Russland nach Europa. Der erste gewerbsmäßige Anbau erfolgte schließlich erst im 19. Jahrhundert in Hamburg-Kirchwerder und breitete sich vom Norden Deutschlands Richtung Süden aus. Und heute ist er aus unseren Kuchen, Marmeladen, Saftschorlen und Kompotten nicht mehr weg zu denken. Beliebt ist Rhabarber aber nicht nur wegen seines fruchtig-sauren Geschmacks, sondern auch wegen seiner wenigen Kalorien – gerade mal 13 Kalorien pro 100 Gramm. Dafür ist er aber geladen mit wertvollen Mineralstoffen wie Kalium, …

Spargelnudeln mit Zitronen-Vanille-Schaum und Jakobsmuscheln

So Feiertage sind ja doch was Feines. Heute konnte ich richtig ausnutzen um einiges von meiner gefühlt unendlich langen To-Do Liste abhaken. Unter anderem gibt’s jetzt Packt’s An! auch auf englisch. Die Seite läuft, die ersten Bilder sind hoch geladen und die ersten Rezepte sind in der Übersetzung. Ausserdem wird heute die erste Packt’s An! Verlosung beendet, morgen wird der glückliche Gewinner verkündet, bin sogar schon etwas aufgeregt wer die illy Maschine nun schließlich gewinnen wird. Und ich hatte endlich mal wieder Zeit richtig schön zu kochen. Da die Spargelzeit ja jetzt doch endlich boomt gab es zur großen Überraschung, na was meint ihr? Klar – Spargel! Aber in einer eher ungewöhnlichen Form, nämlich als Nudeln. Den Spargel rund herum wie gewohnt schälen und dann mit dem Sparschäler ganz einfach der Länge nach dünne Streifen abhobeln. Um die Spargelnudeln zu garen werden sie mit wenig kochendem Nudelwasser übergossen, wenige Minuten ziehen lassen, abgießen und ganz zum Schluss in die heiße, abgeschmeckte Sauce legen. Der Spargel ist so fein, dass er innerhalb kürzester Zeit al dente zieht …

Spargel! Aus dem Ofen mit Blitz-Hollandaise

Spargel! Ich dreh durch, endlich gibt es Spargel. Zwar ist er noch etwas schwierig zu finden und teilweise noch etwas teuer, aber wenn ich irgendwo frischen, deutschen Spargel sehe muss ich einfach zugreifen. Das geht sogar so weit, dass ich meine bereits mühsam zusammen gesuchten Einkäufe einfach unauffällig im nächsten Supermarktgang stehe lasse und mit dem Einkauf noch mal von vorne anfange. Es ist so ein unkompliziertes Gemüse, das eigentlich zu allem passt. Wobei wir grünen meistens als Beilage oder gebraten in Salaten essen und der weiße bei uns eher klassisch, mit schönem Schinken, Salzkartoffeln und Hollandaise auf den Tisch kommt. Früher hab ich immer einen riesigen Aufwand betrieben, mit Spargelschale auskochen, den Sud mit Butter, Wein, Zitrone, Zucker und Salz verfeinern, circa 30 Minuten kochen lassen. Sud abgießen, dabei den ganzen Kladderadatsch auffangen und entsorgen, Spargelwasser bis zum Siedepunkt erhitzen und dann den Spargel al dente ziehen lassen. Mit der Zubereitung aller Beilagen stand man gut 1,5 Stunden in der Küche und somit war klar, dass es weissen Spargel eigentlich nur am Wochenende geben …

Zitronige Frühjahrs-Hühnersuppe mit Bärlauch und Ricotta Ravioli

Endlich scheint der langersehnte Frühling angekommen zu sein. Die Tage sind spürbar länger, die Sonne fühlt sich warm und sanft auf der noch blassen Winterhaut an, der Himmel ist knackig blau und auf unserem Balkon bohren sich die ersten schüchternen Tulpenspitzen durch die dunkle Erde. Am meisten merke ich es aber an meinem Appetit. Immer mehr knackiges Gemüse, leichte Suppen und frische Salate finden ihren Platz auf unseren Tellern, dicke Eintöpfe oder gar deftige Fleischgerichte sind aus unserer Küche so gut wie verschwunden. Und eigentlich, wenn man so darüber nachdenkt ist der Frühling die schönste Jahreszeit. Nicht nur weil die Natur endlich aus ihrem faden, grau-braunem Winterschlaf erwacht und die ganze Welt in einem sanften Blütenmeer ertränkt, sondern auch weil es mit die schönsten Zutaten für eine abwechslungsreiche, saisonale Küche gibt. Bärlauch, Spargel, frische Erbsen, Spinat, zarter Kohlrabi und scharfe Radiesschen – es schmeckt alles einfach so viel besser. Bei uns hat der Bärlauch den Frühjahrsauftakt gemacht. Der Geruch von Bärlauch entführt mich immer wieder in meinem Kindheit. Meine Großeltern haben in einem winzig kleinen Kurort …