Alle Artikel in: Frühling

Exotischer Chili-Cheese-Kochbananen-Burger

Eine ♥-Angelegenheit von TEMMA und Packt’s An! Am 17. März haben Tom und ich ja schon davon berichtet: Wir sind eine spannende, neue Kooperation mit TEMMA eingegangen. Ein Mal im Monat dürfen wir bei TEMMA eine Tüte voller Überraschungen abholen und müssen daraus ein schmackhaftes Gericht zaubern. Letzte Woche war es dann auch endlich so weit. Tom und ich wurden in die TEMMA Filiale im Belgische Viertel gerufen. Als wir eintrafen standen schon zwei unbeaufsichtigte, äußerst verdächtig wirkende Tüten herum. Gut, dass wir nicht am Flughafen waren, sonst hätte das Sondereinsatzkommando den Kassenbereich weitläufig abgesperrt und die Gäste im TEMMA Deli evakuiert. Wie es der Zufall so wollte, waren das natürlich unsere Überraschungstüten. Enthalten waren: Radicchio, Spitzkohl, Möhre, Ingwer, Kochbananen, Frühlingszwiebeln, Zitrone, Rote Paprika, Mayonnaise, Rübenkraut, ein Parisienne Baguette, eine Packung Chili Käse, ein Töpfchen Kresse, Im Herzen Grün Ananas Gurke (ein grüner Smoothie) und Holunder Ingwer Limonade. Tom hat sich die Limo geschnappt, ich hab mir ein Smoothie gegönnt und dabei haben wir uns erst einmal etwas ratlos vor die ausgepackte Lebensmittel gesetzt. Was …

Kopfsalatrisotto mit gebratenen Jakobsmuscheln und weißem Speckschaum

Es schneit! Tom hat mich heute Morgen ruckartig aus dem wohlverdienten Samstagslangschlaf gerissen indem er die Gardienen plötzlich aufgezogen und gerufen hat: „Es schneit!!!!“. Ich weiß gar nicht was Schnee so besonders macht, aber es scheint in uns das Kind zu wecken. Am liebsten wär ich auf der Stelle aus dem Bett gesprungen, hätte Mütze, Schal und Handschuhe angezogen und wär noch im Schlafanzug rausgegangen. Aufgrund unserer extrem exponierten Innenstadtlage und den gefühlt eine Million zuschauenden Nachbarn, in unmittelbarer Nähe, habe ich es dann doch nicht getan. Feigling! In Finnland würden Tom und ich wohl gerade einen Schneemann bauen. Da ist er wieder dieser innere Konflikt, Stadtleben oder doch Stadtflucht begehen. Ein eigener, großer Garten, selbstbezogenes Gemüse, Kräuter und hin- und wieder der Besuch eines scheuen Waldbewohners, oder aber mitten in der Stadt wohnen, mitten im Leben sein am Großstadtpuls, aussergwöhnliche Restaurants, das bunte Treiben auf den Straßen, abends noch mal eben ein Bier trinken gehen, ein Büdchen im Haus, das bis in die frühen Morgenstunden geöffnet hat … Hachja, ich befass mich damit wie …

Kross gebratene Grießschnitte mit gepfeffertem Rhabarberkompott

In letzter Zeit pflege ich einen Faible für alte, schon fast vergessene regionale Gerichte, die mich in meine Kindheit zurück katapultieren. Sie erinnern mich an den alten wackeligen Vierplattenstandherd, auf dem meine Oma so manch eine Köstlichkeit gezaubert hat. An den dunklen, rustikalen Küchentisch, bedeckt mit einem grün-weiß karierten, gewachsten Tischtuch, das im Sommer immer leicht am Unterarm kleben blieb. An die zu Wassergläsern umfunktionierten Senfgläser mit Henkel, randvoll gefüllt mit klebrig süßem Maracujasaft. Mein ganzer Schrank voller Kindheitserinnerungen scheint entstaubt worden zu sein und immer wieder überraschen mich die alten Klassiker, mit ihrem wunderbar einfachen, aber doch so köstlichem Geschmack. Klare Rinderkraftbrühe, gekocht mit buntem Suppengemüse und fetten Markknochen, mit frischen Erbsen und selbst gemachten Grießnocken. In Bierteig ausgebackene Holunderblüten, bestäubt mit süßem Puderzucker. Selbstgekochte Brombeermarmelade mit ganzen Brombeeren drin (bis heute übrigens die einzige Marmelade, die ich essen würde) und im Sommer, wenn wir zu Besuch waren, gab’s traditionell geschmorte Rehkeule, mit kleinen, in Butter geschwenkten Pfifferlingen, selbstgemachten Spätzle und einer pochierten Birne gefüllt mit Preiselbeeren. Es ist wie eine kleine kulinarische Auszeit, …

Weisse Bohnen Suppe mit Bärlauchhaselnusspesto und viel Zitrone

Das Frühjahr ist in seiner vollen Pracht ausgebrochen. Plötzlich blüht alles. Die Bäume sind so saftig grün, als hätten sie im vergangen Herbst nie ihr Blattwerk angewidert von sich geworfen und die täglichen Fahrradfahrten gleichen einer olfaktorischen Achterbahnfahrt. Süßer Flieder, zart gelbe Forsythien, aber Millionen von Kirschblüten und wenn man ganz genau hinschaut stößt man hier und da auf ganze wilde Bärlauchfelder. Zugegeben, Tom und ich mussten den innersten Stadtkern verlassen um sie zu finden, aber einmal im Wald angekommen, ist der zarte Knoblauchgeruch kaum abzustreiten. Aber Vorsicht ist beim Pflücken geboten: wer Bärlauch nicht kennt, kann ihn leicht mit giftigen Maiglöckchen verwechseln! Wer es lieber etwas bequemer mag, wird derzeit allerdings auch im städtischen Supermarktkühlregal fündig. Bärlauch wird in der Naturheilkunde eingesetzt. Seine angebliche Heilwirkung wird den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelartigen ätherischen Ölen zugeschrieben. Sie wirken sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen aus. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend, senkt den Cholesterinspiegel und hilft bei Bluthochdruck. Bärlauch kann extrem vielfältig eingesetzt werden, egal ob als Pesto, in Salaten oder …

Meatless Mondays: Prokrastination und knackige Frühjahrsnudeln

Was soll ich sagen. Es sind einige Wochen seit dem letzten Post verstrichen. Nicht, dass wir spontan mit dem Kochen aufgehört hätten, aber der letzte Monat hat einfach zu viel Ablenkung geboten. Diejenigen von euch, die Packt’s An! schon länger verfolgen wissen vielleicht noch, dass der Februar bei uns reich mit Geburtstagen gesegnet ist. Unter anderen der meinige. Und der war groß! Sehr groß – und rund auch noch dazu. Und aus einem Geburtstagstag ist dann ganz schnell ein ganzer Geburtstagsmarathon geworden, der immerhin zwei Wochen lang gehalten hat. Und es hat unglaublich Spaß gemacht. Man wird halt nur einmal in seinem Leben 30! Und dann? Tja, dann brach in Köln plötzlich der Karneval aus und Tom und ich sind nach Berlin geflohen. Jetzt ist aber Wunden lecken angesagt und die Fastenzeit eingeläutet. 40 Tag und 40 Nächte – das wird hart, aber das heißt nicht, dass es uns nicht auch während der Fastenzeit schmecken darf. Ganz im Gegenteil, so wird die Fastenzeit zum Hochgenuss und gestaltet den Verzicht etwas angenehmer. Schnell, einfach und wie …